HITZE-HILFE

Reichlich Wasser für Tiere jetzt lebenswichtig


29.07.26 Sommerliche Temperaturen sind für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Für zahlreiche Tiere in der Stadt können lang anhaltende Hitzewellen jedoch zur echten Belastungsprobe werden.


Während wir jederzeit den Wasserhahn aufdrehen oder uns ein kühles Getränk kaufen können, sind Wildtiere und viele Haustiere auf natürliche Wasserquellen angewiesen – und genau diese werden in Städten immer seltener.

Vor allem in dicht bebauten Wohngebieten erhitzen sich Asphalt, Beton und Hausfassaden stark. Die Temperaturen liegen dort oft deutlich höher als im Umland. Pfützen trocknen schnell aus, kleine Wasserstellen verschwinden und auch Gärten bieten nicht überall ausreichend Trinkmöglichkeiten. Für viele Tiere beginnt damit die tägliche Suche nach Wasser.

Besonders betroffen sind Vögel. Amseln, Spatzen, Meisen, Rotkehlchen oder Stare verlieren bei großer Hitze viel Flüssigkeit. Sie benötigen Wasser nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Baden. Ein Bad hilft ihnen, das Gefieder sauber und funktionsfähig zu halten und ihren Körper besser zu kühlen.

Auch Insekten leiden unter Trockenheit. Bienen, Hummeln und Wespen brauchen Wasser, um ihre Nester zu kühlen und den Nachwuchs zu versorgen. Honigbienen transportieren an heißen Tagen winzige Wassertropfen in den Bienenstock. Durch das Verdunsten entsteht eine natürliche Klimaanlage, die verhindert, dass die Temperatur im Stock zu stark ansteigt.

Schmetterlinge trinken bevorzugt aus feuchten Böden oder flachen Wasserstellen. Libellen, Käfer und viele andere Insekten sind ebenfalls auf Wasser angewiesen. Fehlt es über längere Zeit, leidet die gesamte Artenvielfalt.

Auch Eichhörnchen, Igel und andere Kleinsäuger geraten bei Hitze zunehmend unter Stress. Besonders Jungtiere finden in ausgetrockneten Grünanlagen oder versiegelten Wohngebieten oft kaum noch Wasser. Selbst Füchse oder Waschbären, die inzwischen vielerorts in Städten leben, suchen in heißen Sommern verstärkt nach Trinkmöglichkeiten.

Für Hunde ist Hitze ebenfalls eine große Belastung. Anders als Menschen können sie kaum über die Haut schwitzen und regulieren ihre Körpertemperatur hauptsächlich durch Hecheln. Deshalb benötigen sie unterwegs regelmäßig frisches Wasser. Gerade ältere Hunde oder Tiere mit dichtem Fell reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen.


Dabei kann jeder mit einfachen Mitteln helfen.

Eine flache Schale mit sauberem Wasser auf Balkon, Terrasse oder im Garten wird von Vögeln oft schon nach kurzer Zeit entdeckt. Wichtig ist, das Wasser täglich – bei großer Hitze sogar mehrmals – zu wechseln, damit sich keine Keime bilden.

Für Insekten eignen sich besonders flache Schalen oder Untersetzer, in die einige Steine, Kiesel oder Korkstücke gelegt werden. So können Bienen und Schmetterlinge sicher landen, ohne zu ertrinken.

Wer einen Garten besitzt, kann zusätzlich kleine Wasserstellen zwischen Blumen und Sträuchern anlegen. Auch begrünte Balkone mit einer Wasserschale werden schnell zu kleinen Oasen in der Stadt.



Hundehalter sollten auf Spaziergängen stets Wasser mitführen und ihren Vierbeinern regelmäßig Trinkpausen gönnen. Außerdem gilt: Hunde niemals im Auto zurücklassen – selbst wenige Minuten können bei sommerlicher Hitze lebensgefährlich werden.

Schon eine einzige Wasserschale kann an heißen Tagen vielen Tieren das Leben erleichtern. Sie kostet nur wenige Minuten Aufmerksamkeit, kann aber für Vögel, Insekten und Kleinsäuger den entscheidenden

Unterschied machen. In einer immer wärmer werdenden Stadt sind solche kleinen Hilfen oft wichtiger denn je – und ein einfacher Beitrag dazu, dass Mensch und Tier auch heiße Sommertage gut überstehen.

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