Sonderausstellung „Geschenkt. Erzählt. Bewahrt."
27.08.26 Das Museum Marzahn-Hellersdorf eröffnet am Sonntag, 30. August 2026, um 14 Uhr die neue Sonderausstellung „Geschenkt. Erzählt. Bewahrt. – Objekte erzählen Bezirksgeschichte“. Bis zum 31. August 2027 ist sie auf dem Museumsgut in Alt-Marzahn 23 zu sehen.
Marie Pommer und Fabio Huuk kuratierten die Schau im Rahmen ihres Volontariats im Museum. Dabei sind sie der Frage nachgegangen, was ein Gegenstand über einen Menschen erzählen kann – und was über einen ganzen Bezirk. Im Mittelpunkt stehen persönliche Erinnerungsstücke, die Menschen aus Marzahn-Hellersdorf dem Haus anvertraut haben. In Audiostationen kommen sie selbst zu Wort und machen die Geschichten hinter ihren Schenkungen und Leihgaben hörbar.
Ein Großteil der Stücke stammt aus der DDR, der Zeit des Umbruchs und den Nachwendejahren. Die Erzählungen dahinter geben Einblicke in alltägliche Lebenswelten wie Arbeit, Schule, Familie, Freizeit und Nachbarschaft. Darüber hinaus vermitteln die Exponate auch etwas über die Entwicklung der fünf Ortsteile des Bezirks.
Ausgangspunkt ist das Beteiligungsprojekt „Erzähl mir dein Objekt!“, das im Juni 2025 begann und es Interessierten weiterhin ermöglicht, eigene Erinnerungsstücke und Geschichten einzubringen.
Mit der Sonderausstellung öffnet das Museumsgut nach zweijähriger Sanierungszeit wieder für das Publikum. Ab 2027 folgt am Standort schrittweise die neue Dauerausstellung zur Bezirksgeschichte. Die Öffnungszeiten sind: Dienstag bis Freitag 10–18 Uhr, Sonntag 10–17 Uhr.
Ein lebendiger Kultur- und
Bildungsort mit dörflichem Charme
Das Museumsgut Alt-Marzahn liegt im Herzen des historischen Angerdorfes und vereint Geschichte, Kultur und Begegnung an einem besonderen Ort. Die Anlage besteht aus einem ehemaligen Dreiseitenhof, der 1990 durch einen funktionalen Werkstattbereich ergänzt wurde. Bereits zu DDR-Zeiten begann der erste Umbau des Hofes zu einer Kulturstätte – als Teil der behutsamen Neugestaltung des Dorfkerns von Alt-Marzahn.
Im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative zur Stärkung sozial benachteiligter Quartiere wurde das Museumsgut von 2023 bis 2025 umfassend saniert und weiterentwickelt. Bis 2027 entsteht hier ein moderner, einladender Kultur- und Bildungsstandort mit besonderem dörflichem Flair. Neben spannenden Ausstellungen zur Regional- und Kulturgeschichte erwartet die Besucherinnen ein vielfältiges museumspädagogisches Programm für alle Altersgruppen – von Schulklassen bis hin zu Familien und Seniorinnen.