Franz-Stenzer-Straße: Baustellen, die sich Zeit lassen
26.08.26 In der Franz-Stenzer-Straße entsteht etwas Großes. Was genau, ist allerdings noch nicht ganz klar. Seit Monaten ruht hier die Bautätigkeit, während sich der halb fertige Fußweg langsam in die Natur integriert.
Auf den inzwischen stattlichen Kiesbergen gedeihen allerlei Kräuter und andere Gewächse. Ein kostenloses Kräuterbeet für die Anwohner – vermutlich Teil eines besonders nachhaltigen Baukonzepts.
Die rot-weißen Absperrbaken sorgen immerhin dafür, dass niemand auf die Idee kommt, die neue Grünanlage vorzeitig zu betreten.
Vielleicht handelt es sich aber auch um eine Kleingartenanlage im frühen Entwicklungsstadium. Dann wären die Bauarbeiten praktisch schon abgeschlossen: Kies, Wildwuchs und Parzellen sind vorhanden, nur die Laube fehlt noch.
Eine weitere Möglichkeit: Die Franz-Stenzer-Straße bereitet sich auf die Zukunft vor. Wenn die Bauarbeiten noch ein paar Jahrhunderte ruhen, könnten Archäologen später begeistert feststellen: „Hier muss einst eine bedeutende Zivilisation gelebt haben. Man fand Reste eines Gehwegs und erstaunlich viele Absperrbaken.“
Wir wollen den Verantwortlichen natürlich keinen Druck machen. Gut Ding will Weile haben.
Vielleicht wird der Fußweg noch in diesem Jahrtausend fertig. Und falls nicht: Die Natur jedenfalls wartet nicht – sie baut schon mal weiter.
Fotos: Uta Baranovskyy