Nun ist also der Pferdemangel schuld
15.10.26 Es ist nicht direkt eine Empfehlung. Aber wer etwas für den rapiden Rückgang der Spatzenpopulation in Berlin tun will, sollte sich ein Pferd zulegen. Oder wenigstens ein Pony. Bild KI
Viele Ökologen sind besorgt, weil der Rückgang der Spatzen an sehr vielen Orten geschieht, vor allem in Europa. Schon als sich das Automobil durchsetzte und Pferdekutschen verdrängte, brachen die Bestände teils drastisch ein. In London bekamen Autos den Spitznamen „Sparrow Starver“, Spatzen-Aushungerer. Sie fanden nicht mehr genug Nahrung, weil weniger Pferdemist in den Straßen lag.
Nun liegt bekanntlich noch weniger Pferdemist auf den Straßen als zu Zeiten der Erfindung des Autos. Warum sich der Bestand der Spatzen gerade jetzt dramatisch reduziert hat, ist noch immer nicht bekannt. Forscher Sætre zieht ein persönliches Fazit: „Wir mögen diese Vögel in unserer Nähe, sie bereichern unsere Umgebung. Ich persönlich wünsche mir, dass die Spatzen überleben und gedeihen.“
Obwohl Spatzen früher fast als Plage galten, gelten sie heute in vielen Städten – auch in Berlin – als gefährdet. Gründe:
- Versiegelung von Flächen (weniger Insekten & Nistplätze)
- Sanierungen ohne Nistmöglichkeiten
- Mangel an Nahrung durch sterile Gärten und Monokulturen
Daher stehen Haussperlinge in Deutschland mittlerweile auf der Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Brutvögel.
Berliner können Spatzen unterstützen durch:
- Anbringen von Nistkästen
- Wildblumen & insektenfreundliche Gärten
- Kein Einsatz von Pestiziden
- Ganzjährige Wasserstellen
- Und sich ein Pony kaufen.