Wer in den vergangenen Tagen schon einmal durch die großen Schaufensterscheiben der Galerie blickte, konnte an den wieder frisch gemalerten Wänden große Gemälde erkennen. Künstler aus Bulgarien und Berlin nahmen sich hierin eines Themas an, das in Kunstkreisen schon sehr kontrovers diskutiert wird. Seit dem Mauerfall und bis heute gelten die Kunst und die Künstler der Block- und Trabanten- Städte als kulturell abgehängt. Man ist der Meinung, dass die konservative und traditionelle Ausbildung dieser Künstler der Aneignung eines freien modernen Kunstverständnis im Wege steht. 

Wie aus einer Pressemitteilung der NKI hervorgeht, möchten die Künstler in ihrer Ausstellung diese Vorurteile widerlegen und aufzeigen, dass das Kunstverständnis an diesen Orten einen anderen Weg genommen hat, da hier die vermeintlichen Schwächen zu Stärken aufgebaut wurden. "Denn der klare Bruch den westliche Gesellschaften nach der Klassische Moderne für eine Weiterentwicklung der Kunst forderten, hat hier bewusst nicht stattgefunden.
In unserer theoretischen Fragestellung erscheint die Moderne als noch nicht abgeschlossen, sie hat den Umbruch gegenüber dem klassischen Kunstverständnis noch nicht vollendet.

Um diese Theorie zu beleuchten luden wir Künstler aus Bulgarien und Berlin, Marzahn Hellersdorf ein, die durch ihre "klassischen" künstlerischen Ausbildungen und gleichartige soziale Lebenswirklichkeiten Kunstwerke erschaffen, die eine diffizile Weiterentwicklung der Moderne darstellen. Der Arbeitstitel dieser Ausstellung lautet "Kontinuum Moderne"."

Die NKI und das Bulgarische Kulturinstitut in Berlin werden gemeinsam und gleichzeitig diese Ausstellung, in der Artgalerie des Kulturinstitutes und dem Projektraum Galerie M realisieren.

Organisiert von der Neue Kunst Initiative Marzahn- Hellersdorf und dem Bulgarischen Kulturinstitut in Berlin. Kooperationsprojekt mit dem Bezirksamt Marzahn- Hellersdorf, gefördert aus Mitteln des Bezirkskulturfonds.

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