Die alte Fußgängerbrücke, der einzige Überweg über die S-Bahn-Gleise zum Wiesenweg, war für alte Menschen nur sehr beschwerlich, für Rollstuhlfahrer gar nicht zu bewältigen.

Damals saßen er und „seine Mitstreiter“ in dem kleinen Mieterbeirat Franz-Stenzer-Straße und besprachen, was sie tun könnten. Sie richteten ihr Anliegen für einen behindertengerechten Neubau mehrmals an die Abgeordneten der Linken, die aber damit im Parlament scheiterten. Das spornte Bodo Lützenburg aber nur an.

 Jetzt wurde aus dem Mieterbeirat eine Art Bürgerinitiative. Sie suchten Verbündete – „ohne Verbündete geht alles nicht“ – sprachen bei der Bahn und auch bei der Friedhofsverwaltung vor. Jahrelang ohne Erfolg.

Doch irgendwann zündete der Funke, den diese Bürgerinitiative geschlagen hatte. Nach langen Vorgesprächen, vielem Hin- und Her zwischen Bahn und Bezirksamt begannen 2017 die Bauarbeiten für eine behindertengerechte Verlängerung der Eastgatebrücke zum Wiesenweg. Aus dem Topf für Fördermittel für Bürgervorschläge kam die Finanzierung, die Bahn übernahm die Bauherrschaft. Planungs- und Baumängel verhinderten eine schnelle Fertigstellung. So war die Übergabe der Brücke an die Öffentlichkeit Ende August dieses Jahres nur ein kleiner, formaler Akt, ohne Feuerwerk.

Auch wenn es lange dauerte, Bodo Lützenburg ist stolz auf diese Brücke. Sie sei schließlich „der Ruhm unserer Bürgerinitiative“, meint er.  

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