Piercing: Macht demonstrieren, böse Geister vertreiben
27.11.25 Sie wussten es sicher: Schon Pharaonen und hohe Beamte des alten Ägyptens trugen Ohr- und Bauchnabelpiercings als Zeichen von Königtum und Macht. Bestimmte Piercings waren dem Adel vorbehalten.
Viele alte Kulturen wie die Ägypter, Azteken, Maya, Römer und indische Zivilisationen hatten Piercings, die oft soziale oder religiöse Bedeutungen hatten. Sie wurden als Statussymbole, zur Markierung von Reichtum, zur Kennzeichnung von sozialer Zugehörigkeit oder für rituelle Zwecke getragen.
In Mesoamerika bei den Maya, Azteken und Inka waren verzierte Lippen-, Ohren- und Zungenpiercings weit verbreitet. Nasen- und Ohrenpiercings aus Edelsteinen und Gold waren üblich und dienten als Schmuck und als Statussymbol.
Im Römischen Reich trugen Soldaten Brustwarzenpiercings, um Mut und Männlichkeit zu zeigen. Ansonsten wurden Piercings auch nur als Schmuck und zur Dekoration verwendet.
In Indien hat das Nasenpiercing eine jahrtausendealte Tradition und wurde oft mit der Geburt und Heirat in Verbindung gebracht. Piercing-Rituale wurden durchgeführt, um eine Verbindung zu den Göttern herzustellen oder böse Geister abzuwehren.
Auch in Afrika gehören Piercings zur Tradition. In vielen afrikanischen Stammeskulturen dienten Piercings als Ausdruck von sozialem Status und wurden bei Übergangsritualen getragen. Das Dehnen von Lippen, Ohren und Nasen war in vielen Stämmen eine gängige Praxis.
In Südostasien wurden rituelle Piercings an der Zunge und den Wangen für spirituelle Reinigung während religiöser Feste durchgeführt. Verschiedene Piercing-Rituale dienten der Besänftigung böser Geister.
Heutzutage ist Piercing eine beliebte Form des individuellen Stils.
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Fotos: Uta Baranovskyy