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Julia und Alexander Schreitel vom 1a-Sonnenschutz hatten sich wegen eigener Termine am Tag morgens eine Schnelltest in der Bärliner Apotheke in der Havemannstraße 24 machen lassen. „Trotz Termin mussten wir warten“, sagt Frau Streitel. Die Apotheke bietet Schnelltest an, jeder Bürger habe Anspruch auf einen kostenlosen Test einmal die Woche, ist auf der Internetseite zu erfahren und dort kann auch ein Termin gebucht werden  https://www.baerliner-apotheke-app.de/Artikel/Kostenloser-Corona-Test-5794.html

Gut zu Fuß

Wer gut zu Fuß ist, schafft die 4,5 km von der Marzahner Promenade bis zur Bärliner Apotheke in ca. einer Stunde hin. Dort etwas warten, dann Test machen, auf das Ergebnis warten, wieder eine Stunde zurück, um fröhlich shoppen zu gehen. Mit der Straßenbahn M 16 bis Barnimplatz geht es etwas schneller.

Zumindest gestern hatten das nicht so viele Menschen getan. In den Apotheken der Promenade ist ein Schnelltest nicht möglich.

Eine vereinzelte Kundin bei „Tedi“ berichtete, dass sie einen negativen Test habe, ausgefertigt bei einem Friseur im Eastgate, der wäre zertifiziert dafür. Dort habe sie sich aber auch die Haare frisieren lassen. Der Friseur bietet diesen Test für 9 Euro das Stück an, die Kundin hatte aber ihren eigenen (für 3,50 Euro bei Aldi gekauft) von zu Hause mitgebracht. Das ging auch.

Oder ganz geschlossen

Bei einem anderen Friseur in der Promenade gab es keinen Test, „Haarkünste“ hatte ganz geschlossen.

Geschlossen waren auch viele andere Einrichtungen, die zuvor schon mal wieder etwas geöffnet hatten. An den Türen und Schaufenstern der Hinweis: „Wir sind telefonisch erreichbar oder machen Sie einen Termin, Zutritt nur mit negativem Test.“

Während die Barmer „wegen der derzeitigen Situation“ ihre Geschäftsstelle in der Promenade vollkommen zu hat, benötigt der Kunde im Nachbargeschäft „Hörpartner“ keinen Negativtest. Wie die Mitarbeiterin dort mitteilte, sei das nicht nötig, weil man „systemrelevant“ sei.

Niemand drin

Im Eastgate geht bei Verkäuferinnen und Kunden das Gerücht, dass hier wohl demnächst ein eigenes Testzentrum aufgebaut werden solle. „Es ist alles so traurig“, meinte eine Verkäuferin an einer Geschäftstür, durch die der Kunde auch nur mit negativem Test darf, aber davon gestern ganz offensichtlich niemand Gebrauch machte, denn es war niemand drin zu sehen. Ganz anders die Situation schräg gegenüber bei Rossmann, wo zahlreiche Kunden völlig ohne Testen einkauften. 

Heiko Ziemann vom Marzahner An&Verkauf lässt erst gar niemanden ins Geschäft. Es bleibt beim Bestellen im Internet und Abholen im Shop. „Ich müsste mich dann wohl auch täglich testen lassen, wenn ich Kunden in den Laden lasse“, meinte er. Zumindest habe er das so aus den Senatsbeschlüssen in der Berliner Zeitung herausgelesen. Die Tests kosten Zeit und Geld und da die Kunden zurzeit wenig Lust zum Geldausgeben haben, würde sich der Aufwand mit dem Nutzen nicht rechnen.   

Hier ohne Test

Keinen negativen Test benötigen die Kunden in Geschäften mit folgenden Sortimenten: Lebensmittel und Getränke, Tabakprodukte, Schreibwaren, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und Tierbedarf, Apotheken, Einrichtungen zum Erwerb von Sanitätsbedarf sowie von Hör- und Sehhilfen, Drogerien, Reformhäuser, Tankstellen, Abhol- und Lieferdienste und Wochenmärkte mit Beschränkung auf die vorgenannten Sortimente, gewerblicher Handwerkerbedarf und Fahrrad- und Kfz-Werkstätten.

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