Vorbereitet auf eine Katastrophe im Bezirk
13.04.26 Der Stromausfall Anfang des Jahres im Südwesten Berlins mobilisierte auch den Katastrophenschutz im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. So wurden unter anderem auch Anlaufstellen für die Bevölkerung eingerichtet, zum Beispiel ist das Stadtteilzentrum, MP 38, dafür vorgesehen.
Was ist eine Katastrophe?
Als “Katastrophe” bezeichnet man ein Ereignis, das das Leben, die Gesundheit oder die lebensnotwendige Versorgung einer Vielzahl von Menschen oder Tieren, die Umwelt oder sonstige bedeutsame Rechtsgüter in so außergewöhnlichem Ausmaß gefährdet oder schädigt, dass dessen Bewältigung nur unter Beteiligung der Katastrophenschutzbehörden und der Mitwirkenden im Katastrophenschutz angemessen geleistet werden kann und deren Zusammenwirken ressortübergreifend koordiniert werden muss.
Eine Katastrophe ist beispielsweise ein außergewöhnliches Ereignis wie Hochwasser, Sturm, Großbrand, Pandemie, ein flächendeckender Stromausfall oder Chemieunfall.
Der Katastrophenschutz bildet einen wichtigen Teil der Gefahrenabwehr und obliegt den Ländern. Er umfasst zum einen die Katastrophenvorsorge als vorbeugenden Katastrophenschutz sowie zum anderen die Katastrophenabwehr und ist als Bestandteil der Daseinsvorsorge staatliche Aufgabe. Dies schließen die Förderung und Stärkung der Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung mit ein.
Wie funktioniert Katastrophenschutz?
- Durchführung regelmäßiger Übungen, Sanitätsdienste bei Veranstaltungen und technische Vorsorge für Stromausfälle oder andere Notlagen
- Umsetzung gesetzlicher Vorgaben auf Bezirks- und Landesebene
- Spezielle Anlaufstellen: Katastrophenschutz-Leuchttürme, in denen Bürger Informationen erhalten und Notfallmeldungen aufgeben können, die an die Einsatzbehörden weitergeleitet werden.
Weitere Informationen zu den Standorten der Katastrophenschutz-Leuchtürme finden Sie auf der Seite der Berliner Verwaltung:
Wichtige Hinweise zur Katastrophenvorsorge
Die auf dieser Seite genannten Katastrophenschutz-Leuchttürme (Not-Anlaufstellen für die Bevölkerung) sind nicht dauerhaft geöffnet, sondern werden erst in Gefahrenlagen in Betrieb genommen. Die Öffnung wird gesondert bekanntgegeben.
In akuten Notlagen mit Gefahr für Leben oder Gesundheit wählen Sie bei funktionsfähigem Telefonnetz:
- Feuerwehr und Rettungsdienst: Notrufnummer 112
- Polizei: Notrufnummer 110
Wen frage ich im Katastrophenfall?
- Notrufnummer 112 für akute Notfälle
- Deutsches Rotes Kreuz (DRK): Übernimmt Einsatzkoordination, Sanitätsdienste und Versorgungen bei Großschadenslagen
- Johanniter-Unfall-Hilfe: Unterstützt bei sanitätsdienstlichen und betreuungsdienstlichen Aufgaben, betreibt Sanitätszelte und Notunterkünfte.
- Psychosoziale Notfallversorgung: Ehrenamtliche Seelsorge und Unterstützung bei psychischen Belastungen nach traumatischen Ereignissen
- Kontaktdaten der Katastrophenschutzbeauftragten des Bezirk
- Wie verhalte ich mich im Katastrophenfall?
- Ruhe bewahren und Gefahrenzone meiden
- Notruf 112 wählen und ggf. Erste Hilfe leisten
- Fenster und Türen schließen
- Unterstützung für Einsatzkräfte durch umsichtiges Verhalten
- Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen
- Warnungen der Behörden beachten, zum Beispiel über die Warn-App NINA
- Offizielle Warn-App NINA herunterladen
Wie sorge ich für einen Katastrophenfall vor?
Grundlagen:
- Vorrat an Lebensmitteln und Trinkwasser für ca. 10 Tage anlegen
- Batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio, Taschenlampe und Powerbank mit Solarlade- oder Kurbelmechanismus
- Alternative Kochmöglichkeiten (Campingkocher, Brennpaste)
- Bargeld in kleinen Scheinen bevorraten
- Hygieneartikel, Medikamente, Erste-Hilfe-Set, warme Kleidung und Decken ergänzen
- Fluchtwege, Treffpunkte und Kommunikationswege zuhause klären
Weitere Maßnahmen:
- Notfallgepäck mit persönlichen Dokumenten (Ausweise, Impfausweis), Kleidung, Medikamenten, Taschenlampe, Batterien und Bargeld packen
- Wichtige Dokumente kopieren und digital (z.B. Cloud) sichern
- Warn-App NINA installieren und Hinweise beachten
- Notfallkommunikation im Familien- oder WG-Kreis planen
- Versicherungsschutz, vor allem Elementarschadenversicherung, prüfen
- Psychische Belastungen berücksichtigen; soziale Unterstützung nutzen
- Hygieneartikel bevorraten (Seife, Desinfektionsmittel, Toilettenpapier)
Welche Organisationen helfen im Katastrophenfall?
Öffentliche Einrichtungen:
- das Technische Hilfswerk (THW)
- die Bundespolizei
- die Bundeswehr
Private Organisationen:
- Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)
- Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)
- Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
- Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH)
- Malteser Hilfsdienst (MHD)
Mehr Infos: