KRIMI-SERIE

Ab heute "Funkstille" als Krimiserie jeden Sonntag

08.01.23 Die Schreibwerkstatt-Mannschaft, die gemeinsam mit Autor Vincent Kliesch einen Kriminalroman schrieb. 

 

08.01.23 Tausende eingetragene LeserInnen der Zentralbibliothek "Mark Twain" beweisen, dass Lesen doch keine so veraltete Tätigkeit ist, wie TikTok und Youtube vermuten lassen. Doch in der Bibliothek wird nicht nur gelesen, dort wird seit vielen Jahren auch geschrieben.

Über 50 MitlgiederInnen zählt die Schreibwerkstatt für Jugendliche und Erwachsene. 

Seit 2011 gibt es den "Storytausch". Jedes Jahr schreiben die Jugendlichen und ein Schriftsteller gemeinsam eine Fortsetzungsgeschichte, deren Ende offen ist. Jeder, der möchte, kann einen Absatz der Story verfassen und so die Handlung mit beeinflussen.

Im vergangenen Jahr entstand unter der Mitwirkung von Thriller-Autor Vincent Kliesch als Co-Autor ein gmeinsam geschriebener Kriminalroman. 23 Teilnehmer teilten sich 8 Kapitel, in denen Opfer zu Tätern werden. Spannung pur!  

An den kommenden Sonntagen veröffentlichen wir an dieser Stelle diesen Krimi "Funkstille" mit jeweils einem Kapitel. 

Mitgewirkt haben als AutorInnen: Juliane Föhlisch, Klaudia Szatmari, Vivian Victoria Nestler, Teresa Bruhn, Louise Ottschofski, Paul Richter, Isabel Dangus, Stella Dobbertin, Sophia Spahr, Paula Albrecht, Johanna Föhlisch, Pia Vahl, Gesine Urban, Anastasia Haßler, Charlotte-Irmelin Piotrowski, Luise Döring, Josefine Meise, Mara Helena Weinkauf, Maria Walter Oliveira Gala Monteiro, Tim Gärtner, Klaudia Szatmari.

Illustrationen: Isabel Dangus, Plot und Charaktere: Cassy, Henriette Sitterlee, Juliane Föhlisch, Johanna Föhlisch, Satz & Layout: Antje Püpke, www.fixe-art.de

Finanziert vom Förderverein Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf e.V. Berlin-Marzahn, 2022

Einleitende Worte schreibt dazu Renate Zimmermann, Leiterin der Schreibwerkstatt für Jugendliche:

SPANNEND WIE EIN KRIMI …

… gestaltete sich der Storytausch mit Vincent Kliesch. Nicht nur die Handlung, sondern der gesamte Entwicklungsprozess dieses Buches trägt die klassischen Merkmale dieses Genres.

Dass es nicht leicht werden würde, war allen spätestens nach dem Kennenlerntreffen mit Vincent im Dezember 2021 klar.

So intensiv und ernsthaft diskutierend hatte ich meine Gruppe in den 11 Jahren ihres Bestehens noch nie erlebt.

Mehrere Handlungsvarianten wurden gedanklich durchgespielt, bis letztendlich klar war – so machen wir das.

Es war nun auch allen bewusst, dass wir keine andere Wahl hatten, als die klassische linienförmige Textanordnung anzuwenden, also das Schreiben nach und aufeinander aufbauend.

Die zur Verfügung stehende Zeit – gemessen an der Zahl der Teilnehmer gebot uns, in Kleingruppen zu schreiben, was die nächste Herausforderung darstellte.

Wie schreibt man am besten zu dritt ein Kapitel, mit dem sich dann alle identifizieren können? Das setzte voraus, genaue Absprechen zu treffen und sich während des Schreibens idealerweise ständig mit den anderen auszutauschen.

Doch bevor es losgehen konnte, mussten der Plot und die Charaktere entwickelt werden.

Das übernahmen Cassy, Henriette und Juliane und übergaben der Gruppe einen bis ins Detail ausgeklügelten Schreibplan, was sich in welchem Kapitel zu ereignen hatte.

Danach legten die ersten drei los mit dem unschätzbaren Vorteil, keinen Vorgängertext lesen zu müssen.

Nach drei Wochen erfolgte die Übergabe an die nächste Gruppe und so nahm der Krimi seinen Lauf. Mein Part bestand darin, die Gruppenmitglieder zu vernetzen, ihnen anzukündigen, dass sie demnächst dran sind mit Schreiben und am besten schon mal alles lesen sollen, was schon geschrieben wurde.

Nach Übergabe des Staffelstabes erinnerte ich ein paar Tage vor Ablauf der drei Wochen an den bevorstehenden Termin.

Meistens klappte das so einigermaßen, aber nicht in jeder Gruppe ging es harmonisch zu.

 

Manche stiegen aus, andere fühlten sich etwas alleingelassen von ihren Partnern.

Isabel arbeitete derweil fleißig an den Ölbildern für die Illustrationen.

Vincent wurde natürlich auch immer auf dem Laufenden gehalten.

Schließlich war das letzte Kapitel fertig und er hatte die Aufgabe, zum großen Finale anzutreten.

Er vermisste aber das letzte «Aufbäumen» der Handlung, den Showdown, dem sich dankenswerterweise die Schwestern Juliane und Johanna widmeten und bei der Gelegenheit gleich mal die komplette Geschichte inhaltlich überarbeiteten.

Sie übernahmen auch den letzten Feinschliff, nachdem Vincent den Schluss geschrieben hatte. Nun gabs viel Arbeit für Antje Püpke, die sich wieder dankenswerterweise um Satz, Layout und die Covergestaltung kümmerte, nachdem noch einmal Korrektur gelesen wurde. Es war eine Mammutaufgabe, die wir mit Bravour gemeistert haben! Alle zusammen.

Darauf können wir sehr, sehr stolz sein.

Ich wünsche dem Krimi viele begeisterte Leser und danke allen Beteiligten aufs Herzlichste!"

 

Mehr über Storytausch kann der Leser hier erfahren und das Buch sogar kostenfrei als pdf herunterladen.

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